Autofahren in der Schweiz

Ein kleiner Zwischeneintrag von meinem Trip in die Schweiz. Das Autofahren hier ist schon ein wenig anders - wesentlich geringere Geschwindigkeitsbegrenzungen und für den deutschen Durchschnittsfahrer total unübersichtliche Beschilderung machen die Navigation zu einem kleinen Glücksspiel.
Zum Glück kann man recht gut nach dem Weg fragen. Der Erfolg des ganzen ist dann natürlich stark von der Ortskenntnis der gefragten Person abhängig. In der Tankstelle haben sich alle drei Angestellten zwar herzlich um mich gekümmert. Nur wirklich eine Ahnung wo ich hinwollte und was für eine Strasse das da ist die ich suche hatten sie nicht. Immerhin konnte ich eine Stadt nennen die ihnen was gesagt hat und damit konnte ich dann wieder den Weg Richtung Zullwil finden.
Das dann aber in dem kleinen Örtchen das man durchfahren soll kein Ortsschild steht, aber ein Abbieger-Schild in Richtung des Ortes (in dem man sich ja eigentlich schon befindet, ohne es zu wissen!) hat die Navigation etwas verkomplizert. Das dann auch noch der nächste Ort den ich suchte so ausgeschildert war das ich das Schild nicht lesen konnte von der Strasse her wo ich fuhr, war auch nicht hilfreich. Aber immerhin habe ich dadurch folgendes, geniales Gespräch führen dürfen.
Ich stehe also oben in diesem kleinen Örtchen und gucke in meine Karten, da fährt ein älterer Herr in seinem Kleinwagen auf mich zu und fragt mich ganz freundlich:
"Suchen sie etwas?"
- "Ja, ich suche Zullwil."
"Ahh." sprach er, verständnisvoll und kopfnickend. Und fuhr weiter.
Nachdem ich dann da oben noch ungefähr 5 mal an einem Basler in seinem Mercedes vorbeigekommen bin (der hat sich nochmehr verfranst als ich ;-) ), hab ich mir dann überlegt einfach vom Berg wieder runter zu fahren. Gute Idee, unten angekommen fand ich dann einen Wegweiser nach Nunningen - mein nächstes Ziel laut Routenplaner. Von da an war es kein Problem mehr und ich war im handumdrehen in Zullwil. Ein kurzes Telefonat hat mich dann an mein Ziel geführt.
Fazit: Das fahren hier ist anders, macht aber Streckenweise viel Spaß (die Serpentinen sind toll!). Für die Navigation sollte man die Tipps eines Einheimischen haben, das sollte helfen.
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