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Samstag, 18. Oktober 2008

the nighttime is the righttime

reflections

Gemäß diesem Motto treibt es mich zur Zeit immer wieder hinaus in die Nacht. Ab, raus, weg. Unter freiem Himmel Orte entdecken an denen es sich lohnt mit Kamera und Stativ aus dem Dunkel der Nacht ein Zwielicht oder gar eine gleißende Erscheinung zu zaubern.

Kaum ein Tag an dem ich nicht neue Ideen für Experimente mit meiner kleinen Panasonic Lumix DMC-FX10 hab. Immer neue Möglichkeiten und Orte finde ich und genieße dabei die Einsamkeit der kalten Herbstnächte. Mit Musik auf den Ohren gegen die Kälte des Windes und im Herzen.

geisterauto

Ich mag in diesen Momenten nicht zu den glücklichsten Menschen gehören, aber Stress und seelische Lasten schlagen bei mir gern (im positiven Sinn) auf die Kreativität und so mache ich das Beste aus meiner derzeitigen Gemütslage. Ich hoffe es gefällt mehr als nur mir. Wenn nicht, auch egal, ich genieße es diese Aufnahmen zu machen und neue Möglichkeiten zu erforschen.

Gleichzeitig tut es der Seele gut allein zu sein und draußen. Nicht eingeengt in den Wänden der Behausung die auch gleich den Gedanken ein Gefängnis sind: sie drehen sich immer in den selben Bahnen. Also ausbrechen, die Einsamkeit erleben. Draußen wo ich wirklich allein bin da kann ich mich mit mir auseinandersetzen und fühle mich dem Gewachsen. Zu Hause, in den alten 4 Wänden da ist die Einsamkeit viel schrecklicher und heimtückischer. Sie ist zwar weniger real da durchaus Kontakt mit Leuten besteht, aber zugleich auch viel präsenter und drückender.

So verbünden sich gedanklicher und kreativer Ausbruch und treiben mich hinaus. Eine art Reisebericht läßt sich hier einsehen: noinfo.de/nacht

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Samstag, 24. Mai 2008

Ich und die Autopannen

Wenn man Terry Pratchett kennt, so weiß man wahrscheinlich um seine anthropomorphen Wesen die bestimmte Ereignisse represäntieren. Seien es Tod, der nur in Grossbuchstaben spricht oder Gallig, der Gott des Katers, der für jeden der morgens nach einer Sauftour ohne Kater aufwacht die Symptome übernimmt (unfreiwillig, versteht sich). Nun ich denke so langsam aber sicher dürfte ich mich mal umsehen ob ich nicht irgendwo eine Verkörperung der gemeinen Autopanne entdecke. Sie dürfte sich in meiner Nähe aufhalten, häufiger als mir lieb sein kann.

Es begann eines schönen Freitags, meine Freundin hat Geburtstag und wir wollen zu ihrer Familie in die Schweiz. Ich gehe davon aus, das ich den Golf IV meiner Eltern dafür nehmen kann (und sie solange meinen Citroen ZX nehmen), da der Golf schon eine Autobahnvignette für die Schweiz hat. Am Frühstückstisch, während meine Freundin Geschenke auspackt erfahre ich aber das eben jener Golf heute morgen kaputt gegangen ist. Hmm ist da grad eine hämisch grinsende Gestalt vorbeigerannt? Muß ich mir eingebildet haben! Aber mein Vater schenkt meiner Freundin zum Geburtstag das wir den großen Wagen nehmen dürfen. Der ist mit seinem Turbomotor nicht nur schnell, sondern dank LPG-Gas Antrieb auch sehr günstig. Tolle Idee! Wir freuen uns gemeinsam auf die Fahrt in dem schönen Auto. Das Wetter ist toll, die Strecke frei, der Sprit billig und wir rauschen in die Abendstimmung. Herrlich, so macht das Spaß. Der Wagen läuft wie gewohnt Problemlos und unglaublich ruhig. Wir genießen die Fahrt.

Aber irgendwann, nach Einbruch der Dunkelheit bemerke ich beim überholen das wir eine Rauchwolke beim Schalten hinterlassen. Ungut, irgendwie. Ich fahr mal besser langsamer - scheint sich der Wagen auch gedacht zu haben, denn er gibt nicht mehr richtig gas. Also auf den passenderweise nur noch 800 Meter entfernten Rastplatz gefahren, den letzten Parkplatz zwischen den LKW gefunden und den ADAC angerufen. Der Motor startet natürlich inzwischen gar nicht mehr. Der nette Mann von der Strassenwacht hilft uns den Wagen dann (nach einigem Suchen haben wir auch den anschraubbaren Abschlepphaken im Kofferraum des Wagens finden können) auf den Transporter zu bewegen. Es wird wohl einen Sammeltransport gen 370km entfernte Heimat geben. Und wir? Irgendwo im Hintergrund lacht bestimmt die Autopanne über uns...
Wir wollen ja eigentlich immernoch weiter es steht noch ein Familienfest aus und unsere Teilnahme wird erwartet. Unser guter Mann vom Straßendienst empfiehlt uns ein Hotel zu nehmen und das Geld vom ADAC (Plus Mitgliedschaft sei dank) zrückzufordern. Der ADAC will aber nur Mietwagen *oder* Hotel bezahlen. Da die nette Frau vom ADAC aber meint sie besorgt uns um 00.30 Uhr in Bühl noch einen Mietwagen sagen wir zu. In der Praxis bedeutet das, das wir aufgrund von glühenden Telefondrähten, vielen Telefonaten und "Kostenübernahmefaxen" seitens des ADAC an die Autovermietungen, noch einen guten Batzen Zeit im Autohaus verbringen dürfen. Der herzensgute Mann vom Autohaus ist so nett bei uns zu bleiben und nicht aufgrund seines Feierabends uns vor die Tür zu setzen. Das vorbestellte Hotel ist natürlich inzwischen wegen dem Feierabend des Nachtportiers auch nicht mehr zu haben. Dafür ist um ca. 2 Uhr der ADAC zum schluss gekommen das sie keinen Mietwagen mehr bekommen heute und sie zusätzlich zum Mietwagen uns auch eine Übernachtung erstattet wird.
Also los, ab ins Hotel. Nur welches? Glücklicherweise findet unser lieber Herr noch ein Hotel das uns aufnimmt - nach einem berechtigten Hinweis an den ADAC das wir das auch schon 1,5 Stunden früher hätten haben können. Er fährt uns dann noch zum Hotel und wir finden den Schlüssel - ohne Kontakt zum Personal - auf dem Tisch im Eingangsbereich. Verabschieden unseres Retters und dann finden wir nach 2 verwinkelten Gängen das Hotelzimmer und dürfen endlich mal schlafen.
Am nächsten Tag sollen wir zwischen 8 und 12 Uhr den ADAC anrufen wegen nem Mietwagen. Nach den Erfahrungen von der Nacht nehmen wir also lieber die Chance wahr und schmeissen uns selbst um 8 aus dem Schlaf und telefonieren mit dem ADAC. Diesmal klappts: Sixt im 15km entfernten Baden-Oos einen Mietwagen - vollübernommen vom ADAC. Also noch ein (vom ADAC bezahltes) Taxi bestellen lassen vom Hotel und ab gehts.
Bei der Autovermietung läuft alles gut, reingehen, Namen nennen, Führerschein vorzeigen und Wagen aussuchen.


Wir in unserer Angeberkarre ;-)

"Wir haben einen Mercedes A-Klasse oder ein Ford Focus Cabrio."
...was für eine Frage. Mal ganz abgesehen davon das mich eine A-Klasse noch nie Interessiert hat... Ein Cabrio? Für 7 Tage und ich muß nur Sprit bezahlen?? Jaaaa! Das ist wohl der Ausgleich für den abenteuerlichen Geburtstag von Myrtha. Wir genießen also jetzt ein paar Tage das Fahrgefühl im Cabrio.

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Dienstag, 16. Oktober 2007

Zürich/Zurück


So da bin ich wieder! Zurück in Göttingen, nach einem sehr schönen und spannenden halben Jahr in der Schweiz. Es ist als wäre ich Jahrelang weg gewesen.
Ich habe erst einen Termin, danach gehe ich in die Mensa. Es ist 12 Uhr - die Erstsemester überfluten den Campus und die Mensa wie es eben nur in den ersten Semesterwochen möglich ist. Alles ist voll mit Leuten. Trotzdem lässt sich ein Grüppchen Unicantler antreffen und ein nettes gemeinsames Mittagessen + anschließendem Kaffee geniessen. Hach es ist doch alles beim alten.
Dann gehe ich in die Innenstadt, ein paar besorgungen machen. Ah sowas, Baguettkov ist weg, da ist jetzt ein... Brot & Brötchen? Kenn ich nicht. Egal, passiert. Also weiter. Ab ins Carré. Na sowas, da ist dieses pseudo-italienische Restaurant einem Asiaten gewichen. Naja kann nur besser werden. Und der Saturn hat umgeräumt. Interessant. Oh und das Kaffee hier ist auch neu. Also weiter gen Innenstadt. Hä? New Yorker? Letztes mal war das noch ne Sparkasse! Nach diesem Kulturschock - ich komm mir hier fremd vor - wie lange war ich eigentlich weg? Geh ich erstmal halbwegs Blind weiter durch die Stadt, hake meine ToDo-Liste ab - nehme periphär wahr, das der ehemalige New Yorker umgebaut wird (logisch, bei dem neuen Palast weiter vorne brauchen sie die alte Filiale nicht mehr).
Dann schnell zurück in die Uni - ins ZHG (Zentrales Hörsaal Gebäude) hier sitze ich nun und Blogge. Über das gute, alte GoeMobile Funknetzwerk der Uni im Internet. Das gute, alte ? Nein, ich bin jetzt über "goemobile_neu" verbunden!

Unglaublich. Da ändert sich praktisch Jahrelang nur wenig in Göttingen, und dann ist man mal 6 Monate nicht anwesend und da schlagen gleich alle zu erneuern/verändern/pleitiern/filialieren und gründen neu. Seltsames Gefühl. Mal sehen wie es sein wird heute abend wieder beim Chor zu sein, wer noch da ist, wer neu ist, wen man kennt und wen nicht.

Im moment überrumpelt mich das grad alles ein wenig. Aber das wird schon, denke ich.

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Kurzer Rückblick auf das Praktikum...


Nun ist sie um, die schöne und spannende Praktikumszeit in der Schweiz. Ein halbes Jahr lang habe ich einen Einblick in das Leben und Arbeiten in einem spannenden, jungen Internetstartup gehabt und viel gelernt. Das Projekt Wuala ist spannend und erregt langsam immer mehr aufsehen. Es ist toll mitanzusehen in welche Richtung sich das Entwickelt und zu sehen wie bekannte IT- und Blogger- Grössen etwas erforschen das man selbst mit erstellt hat - wenn man auf Screenshots in deren Blogs genau sieht: Hey genau das hab *ich* gemacht.
Prominente Wuala-Tester: Om Malik, TechCrunch UK, blognation USA
...um nur ein Paar zu nennen.

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Donnerstag, 22. März 2007

Grundeinstellung

Alles muss geregelt sein. Alles wohl geplant, berechnet und abschätzbar. Eine Reise von mehr als 60 Kilometern will wohl überlegt sein. Ein Umzug lange im voraus überlegt und organisiert. Man will schliesslich sicher sein das alles so läuft wie man es gerne hätte, oder zumindest möchte man sich auf das was kommt einstellen können. Wenn man das nicht macht, dann ist doch immer diese Unsicherheit da. Wird das auch so klappen wie man sich das wünscht? Lieber nochmal alles durchchecken!

Das war früher. Neuerdings lasse ich diese Gedankenwelt hinter mir. Die Zweifel ob alles klappen wird, sind einer felsenfesten Überzeugung gewichen. Es wird alles klappen, so wie ich mir das Vorstelle. Gar kein Zweifel. Erstaunlicherweise funktioniert das. Ich habe keine Zweifel gehabt das ich einen Praktikumsplatz in der Schweiz finden werde. Ich habe keine Zweifel gehabt das ich meine Matheprüfung endlich bestehe. Ich habe nicht gezweifelt das das Praktikum angerechnet werden kann. Ich war mir sicher das sich eine für alle Beteiligten gute Lösung finden wird für meine Wohngemeinschaft.
Das hat geklappt. Ich sitze gerade im Zug und fahre von Basel nach Göttingen. Letzte Woche habe ich meine Matheprüfung bestanden und alle Formalien wegen der Anrechnung meines Praktikums mit der Uni geklärt. Am 02.04.07 beginne ich mein Praktikum in Zürich. Jetzt bin ich auf dem Weg nach Göttingen um meine Wohnung auszuräumen und mein Zeug zu meinen Eltern zu schaffen. In mein Zimmer zieht die Freundin meines Mitbewohners - die Beiden ziehen endlich zusammen, und wir können einen fliegenden Wechsel machen. Ich muss also nichts extra zahlen an Miete. Bleibt noch der eigentliche Umzug und in Zürich oder Basel eine Wohnung zu finden für die nächsten 6 Monate. Übergangsweise kann ich aber in Wallisellen (praktisch ein Vorort von Zürich) bei dem großen Bruder meiner Freundin unterkommen.
Es ist also alles in bester Ordnung, und das obwohl das alles nicht annähernd so lang und detailliert vorausgeplant war, wie meine sonstigen Unternehmungen. Geht wunderbar. Lebt sich stressfreier. Stress macht der Kopf, wenn man sich nicht Stressen lässt dann lebt es sich viel entspannter.

Ich freue mich also nun die letzten organisatorischen Hürden in Göttingen (Umzug etc.) in Angriff zu nehmen um mich dann voll und ganz in das Praktikum zu stürzen. Ich freue mich schon sehr auf das Praktikum - und natürlich will ich nicht verheimlichen das es toll ist, meiner Freundin näher zu sein als 600 Kilometer.

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Montag, 19. Februar 2007

Ein Mac???


Nach langer Zeit der virtuellen Stille, mal wieder ein paar Worte von mir! In der Zwischenzeit habe ich nicht nur eine Zusage für eine richtig tolle Praktikumsstelle in der Schweiz - es hat sich auch mein gutes altes Notebook verabschiedet. Daher schreibe ich nun von meinem Nagelneuen MacBook Pro. Bislang hab ich viel Freude an dem neuen System und der Mac-Welt. Einiges ist ungewohnt, vieles ist anders aber insgesamt gefällt es mir auf meinem Mac ganz gut.
Sehr schön war die Reaktion eines guten Freundes. Ich erzähle ihm am Telefon nebenbei von dem neuen MacBook Pro, und er dreht sich um und ruft freudig seinen Kollegen zu "Wir haben einen Überläufer! Fabian hat sich einen Mac gekauft!". Das war zumindest schonmal eine nette begrüßung, ich bin gespannt was ich noch so erlebe in dieser neuen Welt!

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Mittwoch, 20. Dezember 2006

shock of recognition

Erstmal vielen dank, für die vielen positiven Kommentare zu diesem Eintrag. Ich habe mich sehr gefreut. Die zusammen mit den Reaktionen die ich im ICQ oder ähnlichem bekomme sind schon mal eine sehr angenehme und neue Erfahrung für mich. Darüber hinaus habe ich aber ein neues Hobby. Leute 'schocken'. Es ist einfach herrlich wenn ich Leute treffe die ich kenne, die mein neues Äußeres noch nicht kennen. Die erst verwirrten Blicke wenn sie mich ansehen. Nochmal hinsehen. Kenn ich den? Nochmal gucken. Und dann mein Lieblingsmoment: *pling* Ach das ist Fabian! *schockmoment* Das ist Fabian???
Das macht echt spaß. Und das beste es geht mir in letzter Zeit häufig so. Der Durchschnitt scheinen übrigens tatsächlich 3 Blicke zu sein, bevor ich erkannt werde. Ich denke aber das ich meine Studien fortsetzen werde.
Zum Beispiel Weihnachten, wenn die Familie zu besuch kommt. Das könnte lustig werden. Ausserdem lernen sie dann auch alle mal Myrtha kennen. Ich freue mich schon sehr darauf.

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Dienstag, 21. November 2006

Hier da und dort

Nicht viel los hier, wie es scheint! Das höre ich in letzter Zeit öfter über meinen kleinen Blog. Nicht zu unrecht möchte ich meinen. Nun warum Blogge ich so wenig derzeit? Erlebe ich etwa nichts? Gibt es nichts in meinem Leben das ich Bloggen könnte?

Nein das ist es nicht, im Gegenteil. Im moment ist mein Leben zwar nicht einfach, insbesondere mit Geldsorgen mangels Nebenjob im Nacken, aber doch unglaublich schön und spannend für mich. Es ist eher so das zuviel los ist. Ich versuche irgendwie alles zu jonglieren und habe grad das Gefühl das um mich herum alles wirbelt und strömt. Um mich ist alles in Bewegung, festgefahrener Alltag gerät in Fluß, alte 'unumstößliche' Wahrheiten werden gekippt und durch neue Erkenntnisse ersetzt.

Das Leben ist nicht einfach, hält aber einen unglaublichen Vorrat an Schönem bereit. Für mich ist das Myrtha, das dürfte kaum noch jemanden hier überraschen. Das sie so weit weg ist macht das Leben zwar komplizierter, motiviert mich aber auch über mich hinauszuwachsen. Die Idee eines Praktikums im Ausland ist nicht mehr nur ein "wäre nett", es ist mein festes Ziel. Ich suche und organisiere, weil es mir nicht nur die Möglichkeit gibt mal dem Trott 'Göttingen' zu entfliehen, so gern ich auch hier bin, sondern eben auch mal einen Blick in die Industrie zu werfen der mir bislang verwehrt war. Mein erstes 'Betriebspraktikum' habe ich am Institut für Mikrobiologie und Genetik hier in Göttingen absolviert, also praktisch Uni-Intern. Daher drängt es mich jetzt endlich mal in die Wirtschaft zu blicken. Das ich vor allem in der Schweiz gucke ist da natürlich ein enormer Motivationsschub.

Langsam lerne ich Basel ein wenig kennen, bin ja gelegentlich dort. Momentan so alle 2-3 Wochen ungefähr. Diese Fahrten sind immer wieder großartig. Neue Gegend und neue Erlebnisse mit Myrtha, was kann ich mir mehr wünschen? Wir sind meist recht viel unterwegs und 'Nehmen alles mit was wir kriegen können'. Bei meinem Letzten Besuch waren wir einen Tag Basel angucken, Herbstmesse (für Göttinger: stellt euch Schützenfest und Weihnachtsmarkt in einem vor) besichtigen, Shoppen und abends noch ins Od Theater: Sophokles' Antigone. Das Stück ist eine wirklich gelungene Mischung aus Moderne und Altertum, wie ich finde. Obwohl das Setting modern, ja fast post-apokalyptisch war, und die Schauspieler moderne Kleidung trugen haben sie doch den Text nah am Original gehalten und nicht kramphaft versucht das Stück in die Moderne zu transponieren. Der König der durch seine Kleidung wirkt wie ein Bürgermeister, aber überzeugend Sophokles Texte rüberbringt. Sehr spannende Sache. Alleine wäre ich nie darauf gekommen mir das anzusehen, und ich hätte echt etwas verpasst. Nicht das ich nicht gerne ins Theater gehe, aber ich glaube ich wäre nicht von alleine auf die Idee gekommen mir Antigone anzusehen.


Das ist etwas das ich im Moment auch stark erlebe, ich entdecke neues und traue mich mehr aus meinen gewohnten Bahnen heraus. Ich lasse mich jetzt viel offener auf neues ein, sei es Literatur, Musik, 'Styling'. Ich probiere derzeit zum ersten mal in meinem Leben Kontaktlinsen aus und finde es großartig. Es ist einfach toll mal eine Pause von der Brille zu haben und frei umhersehen zu können. Ein Blickfeld das zu 100% da ist und nicht zu 50% unscharf, in der Lage zu sein Dimension und Details meiner Umgebung gleichzeitig wahrzunehmen. Das ist einfach toll. Besonders nach 19 Jahren als Brillenträger.

All dies kostet natürlich Zeit und viel von dem was ich erlebe ist mir zu privat um es im Internet breit zu treten. Ich habe begonnen meine Gedanken, wenn ich das Gefühl habe "sie müssen raus" in eine Art Tagebuch zu schreiben - schlichte Textdateien auf meinem Notebook. Das empfinde ich zwar als sehr angenehm und hilfreich mit soviel neuem und schönen klar zu kommen ohne komplett 'überfahren' zu sein, nimmt mir aber auch einiges an Energie die ich sonst hier im Blog verwendet habe.

Seid in sofern versichert mir geht es gut, aber ich mag hier ein wenig Stummer sein als bislang üblich, denn ich bin einfach mal hier, mal da, mal dort. Sowohl gedanklich, als auch physisch.

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Mittwoch, 18. Oktober 2006

Freitag der 13?

Schönes Wetter, schöne Umgebung, Freizeit. Noch einmal durchatmen bevor das Semester wieder losgeht. Ein paar Tage bei der Freundin verbringen. Herrlich alles ist schön. Angefangen beim Wetter, weiter über die Umgebung bis zum wichtigsten: dem Zusammensein. Einfach alles wie es sein sollte. Sie muß auch entgegen der ursprünglichen Annahme nicht arbeiten, nur am Freitag. Aber das macht ja nichts, darauf kann man sich ja einrichten. Also Donnerstag nicht zu lange gemacht, früh schlafen gegangen. Brav den Wecker gestellt und verabredet das ich sie zur Arbeit fahre, ist ja kein Problem, mache ich ja gerne.
Also schlafen wir ruhigen Gewissens ein. Als wir dann aufwachen ist es zu spät, wir haben verschlafen. Nur warum? Der Wecker ist gestellt, auf die Richtige Uhrzeit, er ist auch "scharf" geschaltet, alles korrekt. Aber er hat nicht geklingelt. Seltsam. Aber egal, schnell angezogen und raus zum Auto, Frühstück müssen wir halt schnell unterwegs kaufen. Gut das ich den schönen, neuen Wagen meiner Eltern da habe. Schlecht das er nicht anspringen will, Batterie scheint leer zu sein. Ausgerechnet jetzt. Also sie erstmal ihren Chef angerufen: Ich komme zu spät, das Auto springt nicht an.
Nachdem die Starthilfe-Box nichts genützt hat, bekommen wir ihren Familienwagen geliehen und ich fahre zum ersten mal einen Geländewagen. Man sitzt schön hoch. Als ich dann wieder zu Hause bin rufe ich also erstmal meine Mutter an und berichte das der Wagen nicht mehr will. Wie immer, wenn es um Autos geht, muss ich also nun auch meinen Vater anrufen und das ganze Dilemma mit ihm bequatschen. Also weiter nach Deutschland telefoniert. Schluss des ganzen: Wir rufen den ADAC-Auslandsdienst. Der geht aber mit meiner normalen Mitgliedschaft nicht. Glücklicherweise ist es ja 1. Vaters Auto und 2. hat der eine Gold-Mitgliedschaft, also klappt es doch kostenfrei.
Der ADAC bestellt also den Schweizer TSC, die schicken jemanden vorbei. Wohin denn? Naja Zullwil halt. Wo ist das? Öhm, das sollten sie doch wissen, der Ort heißt halt so.
Nach einigem hin- und her schaffe ich es dann also Festnetztelefonnummer und Adresse weiterzugeben, wohlwissend das der arme Mensch vom TSC das niemals finden wird. Glücklicherweise musste grade nochmal was aus dem Dorf geholt werden als dieser sich Suchend meldete. Also wurde er schnell zum gut versteckten Hof eskortiert und attestiert mir, wie vermutet, eine kaputte Batterie. Dann gibt er schnell Starthilfe und der Wagen läuft. Leider hat er für den Wagen keine Batterie, da muss ich zum Fachhändler. Der nächste ist im Nachbarort von der Arbeitsstelle meiner Freundin, super. Ich bekomme den Weg erklärt und 2 Warnungen:
1. Ich muss sofort fahren, weil der Wagen sonst nicht wieder angeht.
2. Wenn ich sofort fahre, komme ich zur Mittagspause an und muss warten.
Nach der Wegbeschreibung wünscht der gute Mann mir einen schönen Freitag, den 13. Freitag der 13? Passt ja, danke.
Ich also Freundin angerufen, Buch eingepackt und losgefahren. Finde die Saab-Werkstatt in Reinach schnell und stelle fest: seit 30 Minuten Mittagspause, noch 1 Stunde lang. Hurra! Immerhin kann ich lesen. Freundin weiß bescheid wo ich bin und wie lange noch, sie kriegt von ihrem Chef grad ein essen ausgegeben als Abschluss. Schön, ich ernähre mich (immernoch kein Frühstück gehabt) von den kläglichen Resten meiner Notration von der Hinfahrt. Sprich 5 Mini-Kekschen und gegen den Durst ein Redbull, der zum wachbleiben gedacht war.
Das Glück des Tages: Meine Freundin wird von ihrem Chef bei mir vorbeigebracht. Zusammen wartet es sich besser! Also macht um 13.30 Uhr der Laden wieder auf, Attestiert auch eine kaputte Batterie und nennt mir einen Preis von 300 CHF. Das sind etwa 220 Euro. Der Händler meint aber sofort ob er mir nicht Starthilfe geben soll, damit ich wieder rüber nach Deutschland fahren kann, ist ja nicht soweit. Telefonat mit Vater, ergebnis: Batterie bei Saab in DE kostet 100 Euro. Ich darf also fahren. Also fahren meine Freundin und ich noch eine kleine Extra-Tour nach Freiburg zur nächsten Saab-Werkstatt (also von Reinach aus ca. 70 km). Dort gibts dann für 130 Euro inklusive Einbau und Altbatterie-Entsorgung endlich das Ersatzteil.
Anschliessend zurück in die Schweiz, keine Gastankstelle mehr gefunden, also auf Super weitergefahren und nochmal Geld verpulvert. Aber insgesamt immernoch billiger als 300 Stutzen (CHF).
...immerhin etwas. Aber ist doch erstaunlich wieviel Freude man auch bei so viel Stress haben kann. Ich war die ganze Zeit über ruhig und konnte mich daran erfreuen das ich mit meiner Freundin zusammen sein konnte. Muss mein Gemüt doch stark beruhigt haben. ;-)

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Sonntag, 8. Oktober 2006

Vollmond



Da ist es mal wieder soweit. Schön anzusehen und unter ihm umherzuspazieren. Furchtbar für den Schlafrythmus - zumindest für mich. Also mal wieder ein paar Nächte in denen ich partout nicht vor dem Morgengrauen einschlafen kann.

Ich denke mir dann immer, warum die Zeit nicht sinnvoll nutzen? Also bleibe ich oft einfach gleich auf und mache irgendwas interessanteres als im Bett wachzuliegen. In diesem Fall war es fotografieren und reden. Internet sei dank konnte ich viel der Vollmond-Zeit höchst angenehm damit verbringen mit meiner Freundin zu reden. An dieser Stelle erstmal vielen dank für die Unterstützung und die wachen Nächte im Skype! Es war echt schön so.

Und so schnell kann es gehen das man sich auch auf den nächsten Vollmond freut, statt ihn zu fürchten. Ich sollte nur mal drauf achten ob mir nicht auch Pelz wächst und ich Haustiere aus der Nachbarschaft verspeise, das wäre etwas ungünstig für den Haussegen auf Dauer. Nehme ich an.

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Samstag, 23. September 2006

Autofahren in der Schweiz



Ein kleiner Zwischeneintrag von meinem Trip in die Schweiz. Das Autofahren hier ist schon ein wenig anders - wesentlich geringere Geschwindigkeitsbegrenzungen und für den deutschen Durchschnittsfahrer total unübersichtliche Beschilderung machen die Navigation zu einem kleinen Glücksspiel.

Zum Glück kann man recht gut nach dem Weg fragen. Der Erfolg des ganzen ist dann natürlich stark von der Ortskenntnis der gefragten Person abhängig. In der Tankstelle haben sich alle drei Angestellten zwar herzlich um mich gekümmert. Nur wirklich eine Ahnung wo ich hinwollte und was für eine Strasse das da ist die ich suche hatten sie nicht. Immerhin konnte ich eine Stadt nennen die ihnen was gesagt hat und damit konnte ich dann wieder den Weg Richtung Zullwil finden.

Das dann aber in dem kleinen Örtchen das man durchfahren soll kein Ortsschild steht, aber ein Abbieger-Schild in Richtung des Ortes (in dem man sich ja eigentlich schon befindet, ohne es zu wissen!) hat die Navigation etwas verkomplizert. Das dann auch noch der nächste Ort den ich suchte so ausgeschildert war das ich das Schild nicht lesen konnte von der Strasse her wo ich fuhr, war auch nicht hilfreich. Aber immerhin habe ich dadurch folgendes, geniales Gespräch führen dürfen.
Ich stehe also oben in diesem kleinen Örtchen und gucke in meine Karten, da fährt ein älterer Herr in seinem Kleinwagen auf mich zu und fragt mich ganz freundlich:
"Suchen sie etwas?"
- "Ja, ich suche Zullwil."
"Ahh." sprach er, verständnisvoll und kopfnickend. Und fuhr weiter.

Nachdem ich dann da oben noch ungefähr 5 mal an einem Basler in seinem Mercedes vorbeigekommen bin (der hat sich nochmehr verfranst als ich ;-) ), hab ich mir dann überlegt einfach vom Berg wieder runter zu fahren. Gute Idee, unten angekommen fand ich dann einen Wegweiser nach Nunningen - mein nächstes Ziel laut Routenplaner. Von da an war es kein Problem mehr und ich war im handumdrehen in Zullwil. Ein kurzes Telefonat hat mich dann an mein Ziel geführt.

Fazit: Das fahren hier ist anders, macht aber Streckenweise viel Spaß (die Serpentinen sind toll!). Für die Navigation sollte man die Tipps eines Einheimischen haben, das sollte helfen.

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Freitag, 8. September 2006

Zielgerichtete Werbung

Den obigen Flyer fand ich heute an meinem Auto. Interessanterweise war mein Auto das einzige mit diesem Flyer, obwohl die Strasse voll war mit Fahrzeugen...
...sollte ich mir jetzt Gedanken machen ob ich im Auto zu laut Musik höre?
Vielleicht. Wer weiß. Es ist jedenfalls das offiziell erste mal das mich ein Flyer am Auto tatsächlich interessiert hat. Ist jedenfalls beim richtigen angekommen. :-)

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Dienstag, 29. August 2006

Nachtschichten

Moin zusammen!

Tja was mach ich eigentlich in der letzten Zeit? Irgendwie immer bis früh am Morgen wach sein, wie es scheint. Entweder ich spiele und quatsche via Internet oder, wie letzten Mittwoch, fahre mal eben 850 Kilometer an einem Tag, weil ein Freund aus Amerika kommt und ich ihn vom Flughafen in Frankfurt abgeholen will. Da leider seine Emails mit den Flugdaten nicht angekommen sind, bekomme ich die Flugdaten am Dienstag um 11.00 Uhr morgens genannt.
"Aha, morgen früh um 5.45 Uhr in Frankfurt, alles klar!"
Also kurz Eltern bescheid gegeben - die mir freundlicherweise das neue Auto zur Verfügung stellen - und Trip geplant. Da ich vorher bis 4.30 Uhr wach war, schlafe ich also gleich nochmal von 13-15 Uhr um etwas fitter zu werden. Dann noch ein wenig vorbereitung und entspannung bis ich abends gegen 21.00 Uhr aufbreche zu meinen Eltern. Dort nochmal ein wenig Planung, etwas Futtern und Wegrationen vorbereiten. Dann um 0 Uhr ins Bett, 3 Stunden geschlafen und um 4 Uhr morgens Aufbruch gen Frankfurt. Der neue Wagen ist Klasse, sehr bequem und angenehm zu fahren. Liegt auf der Strasse als würde er auf Schienen stehen, beschleunigt angenehm schnell und reagiert gut auf Bremse und Lenkung. Die Stereoanlage klingt gut, es verspricht also eine angenehme Fahrt zu werden. Nur schade das ich versprochen habe nicht schneller als 180 zu fahren.
Der Weg nach Frankfurt ging sehr gut und flüssig, keine Staus, keine brenzligen Situationen - einfach eine sehr schöne Fahrt gehabt. Erst am Flughafen fangen die Probleme an: Ich darf dank des Hybrid-Gas-Motors des Wagens nicht auf die Garagenplätze in Frankfurt. Auf keinen einzigen dort...
...also Fahre ich rückwärts durch die Einbahnstrasse wieder raus, da die "Ausfahrt"-Schilder gelogen haben und mich nur zu einer weiteren "Bitte Parkticket hier lösen"-Schranke geführt haben. Also fahre ich weiter und finde gaaanz am Ende, kurz vor der Ausfahrt vom Flughafen noch so einen 15-Minuten-Parkplatz. Nur weiß ich nicht wo ich nu eigentlich stehe. Glücklicherweise ist neben mir ein Eingang in das Flughafengebäude. Ich gehe also rein und gucke wo der Ausgang für den richtigen Flug ist. Direkt vor mir wie es scheint. Man kann von dem Ausgang aus auf den Wagen gucken - Rockstar parking sozusagen. Also doch noch glück gehabt. Die Maschine war auch pünktlich und das Auschecken ging schnell. Also freudige Begrüßung am Flughafen und dann ab gen Heimat!
Erstmal 2 Stunden bis zu meinen Eltern - Zwischenstopp dort. Dann weiter noch 2 Stunden um meinen Gast bei seiner Mutter abzuliefern. Dort nochmal 2 Stunden schlafen und dann wieder ab gen Heimat. Um etwa 21.00 Uhr bin ich zu Hause, nach 850 km Autobahn. Müde, erschöpft aber trotzdem sehr entspannt. Es war einfach schön einen so guten Freund eindlich mal wieder zu sehen, und die Fahrt hat einfach Spaß gemacht. Ich freue mich schon auf den Trip in die Schweiz mit dem Auto.

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Montag, 7. August 2006

back again

Wollte nur kurz sagen das ich wieder zurück bin. Eventuell folgen bald ein paar Fotos aus den letzten Tagen.

[Edit] Hier kommen nun zwei Bildchen.

Nebel

Das Erste habe ich auf dem Weg nach Helmarshausen geschossen. Die Landschaft sah einfach zu einladend aus. Ich musste einfach meine fahrt unterbrechen, trotz freier Strecke und guter Musik. Also habe ich ein paar Bilder vom aufsteigenden Nebel gemacht. Das hier finde ich am besten.


Kubb

Das zweite Bild ist aus dem Verlauf eines Kubb-Spiels. Ich find es einfach schön so als Makro-Aufnahme. Sagt viel über das Wetter und Umgebung der letzten Woche.

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Dienstag, 1. August 2006

Offline, Online

So ich wollte mich mal eben hier abmelden. Ich bin erstmal eine Woche weg, fernab des Internets. Mal sehen wann die Entzugserscheinungen einsetzen! *bibber*

...dafür haben meine Eltern endlich DSL bestellt und das heißt das ich sie sogar öfter Besuchen kann ohne auf mein Online-Leben zu verzichten! Yay!

So nu bin ich aber erstmal weg. Immerhin hab ich mir ein paar Sachen aus dem Netz runtergeladen (aus einem Livejournal) und werd fleissig lesen, damit ich wenigstens etwas Netz-affines tun kann zwischendurch. Wenn ich mal Zeit habe nebenbei. ;-)

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Donnerstag, 27. Juli 2006

Geburtstag, WoW-Style

Preisfrage: Was passiert, wenn jemand mit einer gewissen Leidenschaft World of Warcraft spielt und gleichzeitig ein Kind hat, das ein Jahr alt wird? Die Möglichkeit, dass das Kind von den Freunden aus dem Spiel ein Geschenk bekommt, besteht. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich dabei um etwas mit Bezug zu Warcraft handelt, ist recht groß. Wenn die Schenkenden sich darüber hinaus noch durch eine gesunde Portion Wahnsinn auszeichnen ist es annzunehmen, dass das Ganze so aussieht wie dieser Blog-Eintrag.


Was ist eigentlich - aus der Sicht des WoW-Spielers - ein einjähriges Kind?
Ganz klar: ein Level 1 Baby!

Wenn in WoW jemand einen neuen Charakter anfängt, und diesen durch seinen (größeren) Hauptcharakter unterstützt, nennt man den neuen Charakter einen Twink. Die Spielerlogik gebietet natürlich die Assoziation des Haupt-Charakters mit der Mutter. Demnach ist klar, dass es sich bei dem Kind um den Twink handeln muss.

An dieser Stelle möchten wir uns an besagte Mutter wenden. Manu, dieser Eintrag ist natürlich vor allem an dich gerichtet. Claudia, Marcus und ich dachten uns dass wir dir diesen Text als Blog-Eintrag schicken, damit du wenigstens ein bisschen Internet-Feeling hast in deinem zeitweisen Exil. Wir hoffen du genießt den ersten Geburtstag deiner Tochter und dass ihr die neuen Shirts gut stehen. Wir erwarten natürlich sobald es geht Fotos. ;-)

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Freitag, 7. Juli 2006

Erlebnisse rund ums Auto

Ach ja das Auto, ist es nicht praktisch? Wenn man wieder zu faul ist, es draussen zu nass oder ein Transport von fahrradgepäckträgersprengender Grösse ansteht, dann ist es herrlich ein Auto zu haben.

Es bringt einen bequem und meist recht schnell dahin wo man will. Solange man es nur stets pfleglich behandelt und mit Benzin versorgt. Letzteres ist bei meinem Auto aber etwas nervig, da die Reserverleuchte des Tanks schon anfängt sich zu melden wenn noch Sprit für über 200 Kilometer im Tank ist. Da fängt man dann recht schnell an das orange Leucht-Monstrum im Armaturenbrett geflissentlich zu ignorieren. Man sollte nur wissen wann man dann doch nachtanken sollte...

...ich für meinen Teil, hab mich da wohl knapp vertan. Gestern nacht um halb eins ist mir der Wagen dann, mangels Sprit, ca 150 Meter von zu Hause liegen geblieben. Glücklicherweise konnte ich mit hilfe eines Freundes, der 1. nur 10 Minuten vor mir nach Hause gefahren ist und 2. direkt da wohnt wo mir der Sprit zur Neige ging, den Wagen auf den Parkstreifen schieben.
In der Aufregung habe ich dann wohl vergessen eine Tür meines Wagens zu verschliessen - ist in der Wohngegend eigentlich nicht so wild - ist mir schon öfter passiert. Diesmal aber hat das wohl jemand entdeckt und sich in mein Auto gesetzt und die Scheiben runtergekurbelt. Nicht mehr, nicht weniger. Die Strassenkarten waren noch da, selbst die Tasche mit den 10 CDs im Handschuhfach war nicht angerührt.
Nachdem mein Vater mir bei seinem Besuch dann den vorher per SMS bestellten Reservekanister mit feinstem Super Benzin mitgebracht hat, hab ich meinen Wagen dann wieder betankt und diesmal auch abgeschlossen.
Muss ich mir nur merken bei der nächsten Fahrt erstmal gen Zapfsäule zu steuern damit ich nicht wieder liegen bleibe...

Aber die Sache mit den Fenstern hat mich daran erinnert was einem guten Freund mal passiert ist, als er für eine Woche bei mir einquartiert war. Sein Wagen mitsamt halben Gepäck stand eine Woche lang hier an der Strasse. Wir haben im vorbeigehen dann nur geguckt ob der Wagen noch verschlossen ist, das war er immer. Als er dann aber wieder wegfahren wollte haben wir festgestellt das sein Autoradio geklaut war. Da haben die Diebe doch tatsächlich den Wagen aufbrochen, das Radio geklaut und hinterher den Wagen wieder verriegelt. Das Gepäck haben sie unangetastet gelassen. Sowohl wir Beide als auch der Polizist waren ein wenig verblüfft von dieser Umsichtigkeit der Diebe.

Mit diesen beiden Erlebnissen zusammen wage ich jetzt mal die These aufzustellen, das wir hier freundliche Diebe haben die Mitdenken. Also wenn jemand der Sinn nach einem angenehmen Diebstahl-Erlebnis steht - stellt euer Auto hier in der Gegend ab!

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Samstag, 1. Juli 2006

Konzerte, Bloggen, Fotografieren

Warum Blogge ich nicht regelmäßig? Ich weiß es nicht, aber irgendwie ist es mit dem Bloggen wie mit dem Fotografieren. Ich mache beides gerne, aber es muß mich auch "packen". Ich muß erst diesen Impuls haben "los jetzt nimmst du die Kamera und gehst los" oder "das musst du jetzt tippen!".
Beides hatte ich in der letzten Zeit nicht. Vielleicht weil zuviel los war. Ich versuche mal ein wenig zu beleuchten was das so alles war.

Also zum einen nähert sich das Semester mit grossen Schritten dem Ende, das heißt das Prüfungen anstehen. Die Prüfung in Medienrecht hab ich gestern erfolgreich hinter mich gebracht. Erstaunlich aber der Dozent hat echt nicht übertrieben als er sagte er wolle das in ganz lockerer Atmosphäre machen. Das war echt die erste Prüfung von der ich behaupten kann das sie spaß gemacht hat. Absolut gelungener Abschluss einer spannenden Veranstaltung.

Ein weiterer Grund für Stress waren die Unicante Konzerte. Da gab es natürlich noch viel am Kostüm zu basteln, Bühnenaufbau, organisatorisches etc. Ja dieses Jahr hatten wir sogar einen Türsteher für ein Konzert - den ich organisiert habe. Der war aber auch nötig, da zeitgleich ein Deutschland-Spiel war und anschließend der Platz vor unserer Konzert-Location mit feiernden und betrunkenen Fans voll war. Die Konzerte selbst waren großartig. Hat echt richtig Spaß gemacht. In der ersten Reihe zu singen war auch ein geniales Gefühl. Weil wir in meiner Stimmgruppe (hoher Bass) nur noch 4 Leute waren, haben wir vier natürlich umso kräftiger singen müssen. Das hat meiner Sing-Sicherheit durchaus gut getan, und ich freue mich schon aufs nächste Chor-Jahr.

Nach dem Montagskonzert hat mein Gehör aber etwas gelitten, was mich wieder zu einem Arzt-Besuch gezwungen hat - und zur Lautstärke-Abstinenz. Schweres Los während der Fussball-WM mit all ihren Auto-Korsi, grölenden, trillerpfeifenden, hupenden Fans. Aber soweit hab ich es überstanden und mir sogar das Viertel-Finale angesehen - natürlich nicht zu Hause, ich hab ja keinen Fernseher hier. Aber die erste Halbzeit Deutschland - Argentinien hat mir wieder gezeigt wie langweilig Fussball sein kann. Gut das die zweite Halbzeit interessanter war.

So langsam wird mein Kopf wieder frei und ich kann auch mal wieder hier was schreiben. Mal sehen ob es meinem Ohr so gut geht, das ich morgen auf das Maybebop-Konzert in Hannover fahre, oder nicht.

Wo wir grad bei Musik sind. Schaut mal auf dem Blog von Heye vorbei und hört euch seine Musik-Stücke an. Lohnt sich echt!

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Mittwoch, 7. Juni 2006

Traum

Bitte wundert euch nicht das ich das folgende in englischer Sprache verfasst habe. Mein Gehirn scheint schon seit ich die Sprache beherrsche Gedanken die mir schmerzhaft sind oder die ich mir nicht eingestehen möchte in Englisch auszudrücken. Ich habe versucht das ganze ins Deutsche zu übersetzen, aber die Eleganz der Worte leidet darunter daher lasse ich das englische Original auch hier stehen.


You were the most beautiful dream of my life.
I would have loved to make that dream come true,
but life wouldn't have it.

Thank you for a short but very amazing time.

Short as it may have been, I learned a lot from you.
You made me realize some very important things about myself.

You have made a big impact on my life - for the better.

Thank you.



Du warst der schönste Traum meines Lebens.
Ich hätte diesen Traum gerne wahr gemacht,
aber das Leben war dagegen.

Danke für eine kurze aber atemberaubend schöne Zeit.

So kurz es gewesen sein mag, habe ich doch viel durch dich gelernt. Dank dir sind mir einige sehr wichtige Dinge über mich selbst klargeworden.

Du hast einen sehr grossen und positiven Einfluß auf mein Leben gehabt.

Danke.

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Sonntag, 4. Juni 2006

Wach

Warum sitze ich hier und bin einfach nur wach? Warum fühle ich nichts? Nichtmal leere, alles ist in Ordnung, mein Kopf ist frei von Gedanken. Nichts was mich vom schlafen abhält. Aber trotzdem bin ich wach.

Da sollte was sein. Es sollte mir eine Menge durch den Kopf gehen. Ich weiß genau was da sein sollte, aber es ist nicht da. Warum? Ist es das alleine was mich wach hält? Also die Abwesenheit dessen was mich wach halten sollte?

Warum fühle ich mich grade nicht total beschissen? Warum stecke ich das einfach weg? Warum gehts mir nicht schlecht? Bin ich einfach nur zu müde um es zu realisieren? Weiß ich es unterbewußt und kann deshalb nicht schlafen?

Wo kommen eigentlich all diese Fragen her wenn mein Kopf leer ist? Warum fühle ich nichts? Macht mir jetzt mehr zu schaffen wie wenig es mir zu schaffen macht?

Ich bin müde wie lange nicht mehr, aber ich kann nicht schlafen. Ich bin wach.

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Donnerstag, 30. März 2006

Auf nach Berlin!

BahnhofAm letzten Wochenende bin ich nach Berlin gefahren. Ohne mehr Details verraten zu wollen war es das mit Abstand beste Wochenende seit verdammt langer Zeit. Ich muss immernoch gelegentlich den Kopfschütteln und es dauert einen Moment bis ich realisiere das es Realität war. Den am Tag zuvor zugezogenen Hörsturz haben die Medikamente und vermutlich noch eher das Wochenende jedenfalls komplett verjagt. Ich kann wieder hören und werde bald wieder fahren, soviel ist klar. Details sind auf Wunsch bei mir zu erfragen, ich muß ja nicht der ganzen Weltöffentlichkeit alles verraten, oder?

Also bis bald! Posted by Picasa

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Montag, 6. Februar 2006

Party-Wochenende

Nach vielen Wochen relativer ruhe und beschauligkeit in meinem Terminkalender - zumindest was das Party/Wochenend-Programm angeht - stand das letzte Wochenende das volle Programm an. Nach viel Stress war das aber auch ganz gut so. Jeden Tag was anderes. Fangen wir am Anfang an:

Freitag:
Ab in die Disco mit Freunden. Wir treffen uns um etwa 22.00 Uhr bei einem Freund und gucken erstmal ein Filmchen. Danach gehts ab in die Kneipe. Dort haben wir uns mit 2 weiteren Leuten getroffen und erstmal in ruhe etwas getrunken - nachdem wir uns sehr aufwendig und mühsam einen Tisch erkämpft hatten. Nach 2 Getränken pro Person verabschiedet sich dann leider die erste Person der Runde - aber das war schon vorher angedroht. Wir ziehen also zu viert weiter in die Disco. Das erste was uns auffällt: Komischerweise eklatanter Mangel an Türstehern. Also Eintritt zahlen und rein. Drinnen ist volles Haus, erwartungsgemäß viele Punks - ist ja auch unter anderem Ska & Punk angesagt musikalisch. Ich selbst hab mehr auf den rockigeren Teil des Abends gehofft, aber das war mit dem DJ wohl nicht drin. Was dank fehlender Türsteher aber drin war, waren eine verdammt große Anzahl an Nazis. Ist natürlich ne super Kombination Punks, Nazis, Alkohol und keine Türsteher...
...war auch entsprechend angespannt die Situation. Um unseren persönlichen Abend noch "unterhaltsamer" zu gestalten ist dann gleich erstmal eine Freundin von den beiden Mädels unserer Runde zusammengeklappt (hat sie wohl öfter, scheinbar nichts ernstes!). Als wir dann so dastanden um die Liegende herum - der eine mit ihren Füßen in der Hand, die beiden Mädels kniend und sich um sie kümmernd, dachten wir es wäre gut sie an die Luft zu bringen. Das haben wir dann auch getan. Ihr gings dann auch bald wieder gut - war jedenfalls schonmal ein "toller" Anfang für den Abend. Als wir dann oben wieder an die Stelle wollten wo wir vorher standen, mussten wir feststellen das dort nun leider ein halbes Battalion Nazis Stellung bezogen hatte. Da haben wir uns dann spontan zur relokation entschlossen. Dabei haben wir dann noch in ca 50cm Abstand mitbekommen dürfen wie ein ziemlich betrunkener Punk ein wenig Ärger mit 2 Nazis bekam die an der Bar saßen. Womit ich nicht gerechnet hatte war dann aber, die nächste "Szene". Der Punk torkelt richtung Ausgang und remeplt dabei 2 weitere Nazis an (Marke "2 Meter in Kubik"), die drehen sich um, gucken grimmig und meinen "Ey was mit dir los?". Der Punk daraufhin "Hab aufs Maul gekriegt!" - die Nazis "Echt?? Wer war das? Den Knöpf' ich mir vor!". Ein Bild für Götter. Echt eine schöne Situation. Leider waren nicht alle Nazis so darauf aus den Frieden zu bewahren, daher war es dann auch ganz gut irgendwann zu gehen bevor es eskaliert.

Wir sind dann noch in ne andere Disko gegangen - wo wir dann auch prompt die nächste fast-Schlägerei mitbekommen haben. Nettes Resumee: 2 Diskos, 2 Prügeleien.
Die zweite Disko war aber wesentlich friedlicher und auch mit Sicherheitspersonal ausgestattet. Von daher konnten wir da entspannter Feiern. Ausserdem war es lustig früh morgens da rauszukommen und draussen eine Staffel Taxis in Lauerstellung zu sehen (siehe Bild).

Samstag:
Am Samstag stand die Geburtstagsfeier von einem Freund an. Er hatte zu sein geladen um das Ereignis zu zelebrieren. Eine sehr lustige Feier. Relativ übersichtliche Runde was die Anzahl anging, aber nur nette Leute und wir hatten viel Spaß. Es gab gut zu Futtern und zu trinken (dank der Lage der Wohnung gab es auch viele Autofahrer, also mehr Alkohol für den Rest). Nachdem alle gut gefuttert hatten und die obligatorischen Glückwünsche absolviert waren haben wir dann mit Party-Spielen angefangen. Zunächst hat einer einen einfachen Korken irgendwo sichtbar im Zimmer vom Geburtstagskind versteckt und alle mussten Suchen. Wer ihn zuerst findet setzt sich, ohne was zu sagen. Die anderen müssen von alleine auf das Versteck kommen - und setzen sich dann ebenfalls. Wenn alle den Korken gefunden haben, versteckt ihn der der es als erstes gefunden hat und das ganze geht von vorne los.
Nach einigen Runden dieses wirklich witzigen Spiels (klingt nicht so lustig, ist es aber - probiert es mal aus), haben wir dann mit Scharade in 2 Mannschaften begonnen. Unser Thema war Film/Serien/Musik/Buch -Titel. Irgendwie kam die andere Mannschaft recht schnell auf die Idee ich wäre gut bei der Pantomime und sie fingen an mir die schwierigen Sachen zuzuschustern. Habt ihr schonmal pantomimisch das 3. Buch Mose dargestellt? Oder die Straßenverkehrsordnung? Ich schon... War eine sehr lustige Feier, muß ich schon sagen. Und der zweite Tag in Folge an dem ich erst um ca. 5.30 Uhr ins Bett gekommen bin.

Sonntag:
Müde. Ich. Muß schlafen. Muß immer monoton sprechen. *schüttel* Ähh, ja. Nein mal ernsthaft, Sonntag war ich nur alle. Hatte auch gar keine Lust mehr abends noch loszugehen. Aber der nächste Freund hat in seinen Geburtstag gefeiert, also bin ich natürlich doch los. War auch sehr cool - hab mich gefreut das ich da war, wenngleich sehr müde. Wir haben aber nur "kurz" - so bis 2 Uhr - in einer Kneipe reingefeiert. Nettes beisammensein. Die richtige Party kommt noch, wenn die Mitbewohnerinnen von ihm auch Geburtstag hatten und alle zusammen ne grosse Fete schmeissen. Ich freue mich schon ^__-

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Sonntag, 22. Januar 2006

Sono Konzert

Yay! Endlich mal eine Chance ein Sono-Konzert zu sehen. Nachdem ich vor Jahren einmal einen Trip nach Hamburg umsonst gemacht habe da das Konzert leider in einem Privatclub stattfand, hatte ich nun endlich das Vergnügen Sono live zu sehen. Abgesehen davon das die Musik die vorher in der Disko lief bescheiden war und wir nach Einlass um 22.00 Uhr bis ca 1.00 Uhr gewartet haben bis das Konzert losging, war es ein richtig geniales Konzert. Die Jungs haben echt gut Party gemacht. Ich hatte vorher so meine Bedenken. Obwohl ich die Musik sehr gerne höre habe ich ernsthaft daran gezweifelt das man dazu gut feiern kann. Dazu sind viele Lieder eigentlich zu ruhig. Was die 3 Jungs aber da live geboten haben war durchaus zum Party machen geeignet. Hat sich auf jedenfall gelohnt. Ein sehr cooles Konzert, wenn sie mal wieder in der Gegend sind gehe ich mit Sicherheit wieder hin.

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Samstag, 29. Oktober 2005

Ein friedlicher Samstagmittag in Göttingen

Ein schöner Samstagmorgen, das Wetter ist gut und es soll zum Brunch in die Innenstadt gehen. Gute Idee soweit. Da stellt sich nur die frage ob der Rauchgeruch und die dauernden Sirenen der Polizeiautos ein gutes Zeichen sind...
...vermutlich nicht wirklich. Aber gut wenn hier nen NPD-Aufmarsch ist, dann ist klar das die Antifa dagegen halten muß. Aber soll man sich von solchen Kleinigkeiten den Tag vermiesen lassen? Ich denke nicht.
Also ziehen wir zu zweit los um in die Stadt zu kommen zum Essen. Da wollen wir uns dann mit noch 2 Leuten treffen die aber schon in der Stadt sind. Um 13.00 Uhr gehts dann los in Richtung Stadt - Auto und Fahrräder werden vorsorglich zurückgelassen. Jetzt gerade ist die Polizei auch bei mir vor der Haustür und sperrt die Strasse für den Autoverkehr. Wir sind zu Fuß unterwegs, also kanns weitergehen. Schon an der ersten Kreuzung ahnen wir wo der Rauchgeruch herkommt (siehe Bild 1). Von der anderen Seite nähert sich gerade eine Hundertschaft in Aufruhr-Ausrüstung. Da gehen wir doch lieber geradeaus weiter. Nur dumm das uns dort eine Splittergruppe Antifa entgegenkommt, die nix von der Hundertschaft ahnt. Die Antifa'ler sehen die Hundertschaft auch genau dann als wir mitten zwischen ihnen stehen. Da kommen sie auf die Idee umzudrehen - toll dann stehen wir dazwischen und kriegen statt Brunch ne Tracht Prügel, super. Also biegen wir ab Richtung Campus, der scheint leer zu sein - zumindest was grössere Gruppen Antifa oder Polizei angeht.
Am Campus zieht dann gerade die friedliche Gegendemo vorbei. Als die vorrübergezogen sind versuchen wir unser Glück. Leider steht die NPD, lauthals ihre dämliche Nazi-Musik spielend direkt auf der Kreuzung Weender Landstr./Nikolausberger Weg. Daher hat die Polizei eine Kette aus Polizisten um den Campus gelegt. Da ist also kein Durchkommen. In ermangelung anderer Optionen wandern wir also an den Polizisten entlang den Nikolausberger Weg hoch bis wir wieder bei der Goßlerstr. ankommen. Hier brennt inzwischen die Barrikade nicht mehr und wir können an den Polizisten vorbei Richtung Deutsches Theater. In der Wilhelm-Weber-Strasse können wir gerade beobachten wie eine Gruppe von etwa 8 minderjährigen Antifalern versucht sich durch das Gitter des botanischen Gartens zu quetschen. Nett wie wir sind weisen wir sie kurz auf den ca. 15 Meter daneben liegenden Ausgang hin...
Von hier an geht der Weg in die Stadt recht problemlos. Wir sehen zwar am Ende der Wilhelm-Weber-Strasse das nächste Räumkommando und laufen an ca. 20-30 Polizeibussen vorbei die in der Wöhlerstrasse auf ihren Einsatz warten. Aber abgeriegelt ist nichts mehr. Als wir gerade am Deutschen Theater sind bekommen die genannten Polizeibusse wohl ihren Einsatzbefehl und rasen allesamt mit Blaulicht los um am Kreisel zu wenden und wieder in die Richtung zu verschwinden aus der sie gekommen sind. Eine weitere kleine Absperrung und knapp 8 weitere Polizeifahrzeuge später sind wir endlich in der Burgstrasse angekommen. Hier können wir fröhlich feststellen das das Lokal das wir als Ausweichlösung anvisiert haben (weil die 1-Wahl aufgrund der Demos zu hat) ebenfalls geschlossen ist.

Es hat dann zwar noch etwas gedauert, aber zu essen haben wir alle bekommen. Auch wenn das nächste Lokal ebenfalls nicht in der Lage war uns mit Nahrung zu versorgen. Irgendwie haben uns die netten Damen nach der Getränke-Bestellung komplett ignoriert.

Der Rückweg war zwar nicht mehr ganz so spannend wie der Weg hin, aber dafür habe ich da mehr Bilder machen können. Ich muss sagen, teilweise kam ich mir echt vor wie in einem Film oder einem Zeitungsbericht über ein Krisengebiet. Es ist schon eine sehr interessante Atmosphäre gewesen. Diesen ganzen qualmenden Barrikaden in fast leeren Straßen, vereinzelt Menschen. Alle naselang ein paar Uniformierte. Schwer in Worte zu fassen, aber auf jedenfall ein sehr interessanter Samstag.

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Samstag, 15. Oktober 2005

Spiele-Messe

So das war dann der diesjährige Trip nach Essen zur Spiel. Es war mal wieder klasse - und teuer. Das alte Problem "ich nehme mal etwas mehr Geld mit als ich ausgeben will" - und hinterher ist man doch genau bei 0,0. ;-)

Aber es gab einige nette Sachen zu sehen und sich mit vielen Spielen einzudecken. Sehr zu empfehlen ist "Cash & Guns". Ein sehr abgefahrenes Spiel bei dem man eine Truppe spielt die gerade eine Bank überfallen hat und dann das Geld aufteilen will. Dazu hat jeder eine Schaumgummi Pistole und Spielkarten die anzeigen ob die Waffe funktioniert oder Ladehemmungen hat (letztere werden natürlich verdeckt gespielt). Dann auf ein Signal zielen alle auf jemand anderes aus der Gruppe. Dann hat man noch die Option sich zu verstecken. Dann wird geguckt ob wer verletzt wird, oder ob die Waffen funktionieren. Wer danach noch übrig ist bekommt einen Anteil der Beute aus der Mitte.
Und dann geht es in die nächste Runde - es wird Geld für die Mitte gezogen und alle fangen wieder an auf andere zu zielen...
...ziemlich abgefahren, aber sehr witzig zu spielen, ich kann es nur empfehlen. Ist mal was anderes.

Auf der Messe war übrigens auch John Kovalic anzutreffen - wenngleich ich zugeben muß das ich nicht motiviert war ne halbe Stunde anzustehen um mir einen seiner Comics signieren zu lassen. Das war es mir dann doch nicht wert. War aber nett ihn dort rumlaufen zu sehen - zumindest wenn ihm die Fans mal ne Minute Pause gelassen haben schien er recht interessiert durch die Hallen zu wandern. ;-)

So ich mach mich dann mal langsam daran meine Ausbeute zu sortieren und wegzupacken damit ich zum "Brunch" gehen kann - und anschließend die Webseiten auf meinem Terminplan abzuarbeiten...

Bis die Tage!

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Donnerstag, 13. Oktober 2005

Semesterbeginn...

So nun ist es mal wieder so weit, der Beginn des neuen Semesters steht vor der Tür. Langsam schleicht sich die Realität wieder ein. Das neue Chorjahr steht bevor (und ich muß bis Dienstag die neue Homepage fertig haben), ein neuer Hiwi-Vertrag soll vorbereitet werden - daher sitze ich grad im Büro und warte auf meinen Chef.

Als letzte Ausflucht vor dem "drohenden" (eigentlich freue ich mich drauf, aber verratet es keinem ;-) ) Semester gehts morgen nochmal in fröhlicher Runde nach Essen auf die Spielemesse. Hurra! Das wird sicherlich wieder sehr lustig. Meistens ist es leider auch sehr teuer *hüstel*. Naja irgendeinen Haken muß die Sache ja haben. Also jetzt heisst es schonmal Geld abheben und einkaufen damit es morgen früh um 6.30 Uhr losgehen kann. Am besten schonmal Stimmbänder ölen um die guten alten Auto-Lieder trällern zu können (wir fahren mit 6 Leuten die alle im Chor singen)...

"Wir lagen vor Abfahrt Goslar, und hatten ein Fest im Ford..."


Oh ja und am Sonntag ist das Konzert von "ProCant" - einem kleinen Projektchor der grösstenteils aus Leuten von Unicante besteht. Mit anderen Worten auch ein definitiver Pflichtbesuch, ich freu mich drauf :-)

Achja, für alle Unicantler hier: Es gibt soweit nix neues von der CD, der Status ist immernoch: Master ist abgesegnet, Anmeldung ist raus - warten wir ab was aus dem Presswerk kommt :-)

Ciao, Fabian

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Dienstag, 4. Oktober 2005

...und weg!

Okay nicht lange, nicht weit - aber trotzdem. Ich verschwinde erstmal für ein verlängertes Wochenende ans Steinhuder Meer. Kleiner Miniatur Urlaub mit einigen Freunden. Also erwartet keine allzu schnellen Reaktion von mir ab Donnerstag bin ich weg bis Sonntag.

So gegen Ende der Semesterferien hab ich doch glatt noch ein bisschen was von den Ferien. Erst war mein ältester Freund aus Hannover (studiert aber in Karlsruhe) ne Woche da - das war schonmal Klasse. Und nun noch etwas Mini-Urlaub. Da mein Auto auch ohne Beanstandungen wieder Tüv und AU bekommen hat steht dem hinfahren in den Urlaub auch nix im Wege.

Ich hoffe nur das ich es dieses Jahr noch mal schaffe auch etwas weiter weg zu kommen als 150 Kilometer ;-)

Naja höre ich halt Musik von weit weg...
...derzeit gerade die diversen Soundtracks von Full Metal Alchemist, mit anderen Worten japanische Musik.

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Deutsche Gründlichkeit

Heute habe ich seit langem mal wieder einen Brief verschickt, ohne das direkt bei der Post zu erledigen. Ich verschicke ja selten genug Post-Briefe, daher bin ich normalerweise direkt bei der Post. Ich muß ja eh noch nen Umschlag kaufen etc. Diesmal aber war ich an einem dieser tollen Automaten. Zum Glück habe ich noch gesehen das da steht "Automat gibt kein Wechselgeld aus" bevor ich mein 2-Euro Stück darin versenkt habe. Also habe ich noch zu der 1,44 Euro Marke gleich eine 0,55 Euro Marke für nen Normalen Brief geholt (die ich vermutlich in den nächsten 3 Jahren nicht verwenden werde, aber egal). Jedenfalls gibt das ne Diskrepanz von 1 Eurocent. Da es kein Wechselgeld gibt...


...kann mir mal jemand verraten was ich damit soll? *kopfschüttel*

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Montag, 26. September 2005

Bessere Neuigkeiten ;-)

Okay, also alle Familienmitglieder haben das im letzten Post angesprochene Geschehnis unbeschadet überstanden, auch wenn es teilweise sehr knapp war - was für ein Glück.

Daher kann ich mich in Ruhe auf den Geburtstag meines Vaters freuen, den wir heute Abend feiern. Ich habe zwar noch viel arbeit vor mir diese Woche, werde das aber nicht zum anlaß nehmen nicht zu meinen Eltern zu fahren. Ich sehe sie eh viel zu selten, und das obwohl sie nur knapp 40 Kilometer weg wohnen - eigentlich eine Schande...

Während ich hier tippe arbeitet mein Computer brav daran meinen nächsten Arbeitsschritt für mich vorzubereiten, damit ich weitermachen kann...

Okay, also dann bis die Tage - vielleicht poste ich bald nochmal ein zwei nette Fotos hier :-)

Bis denne,
Ciao, Fabian

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Dienstag, 20. September 2005

Schock

Whoa! Was für ein Schock.
Ich hatte gerade Besuch von meiner Mutter und sie hat mir erzählt das es in ihrer Heimatstadt gestern eine große Explosion gegeben hat. Jemand hat ein Haus in die Luft gesprengt - und dabei 40 Verletzte und mindestens 2 Tote verschuldet. Da wir noch sehr viel Familie dort haben, war das natürlich besonders beängstigend.
Ich kann nicht viel schreiben, ich war ja auch nicht da - aber was meine Mutter von unseren Angehörigen erzählt hat, wie die es erlebt haben klang schrecklich. Da kam zum Beispiel ein völlig verwirrter Nachbar angelaufen der nur noch sagte "Verletzte, egal wohin man guckt, nur Verletzte!". Bei meiner Tante die relativ weit weg wohnt sind die abgeschlossenen Garagentore von der Druckwelle aufgesprungen.

Naja ich weiß auch nicht was ich schreiben soll, ich mußte es nur erstmal loswerden. Hier ein paar Links (beim ersten gibt es ein Realvideo).
http://www.wdr.de/themen/panorama/brand02/explosion_hoexter/
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/31/0,3672,2376895,00.html
http://www.tah.de/lokales/lokalnachrichten/314324.html

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