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Samstag, 18. Oktober 2008

the nighttime is the righttime

reflections

Gemäß diesem Motto treibt es mich zur Zeit immer wieder hinaus in die Nacht. Ab, raus, weg. Unter freiem Himmel Orte entdecken an denen es sich lohnt mit Kamera und Stativ aus dem Dunkel der Nacht ein Zwielicht oder gar eine gleißende Erscheinung zu zaubern.

Kaum ein Tag an dem ich nicht neue Ideen für Experimente mit meiner kleinen Panasonic Lumix DMC-FX10 hab. Immer neue Möglichkeiten und Orte finde ich und genieße dabei die Einsamkeit der kalten Herbstnächte. Mit Musik auf den Ohren gegen die Kälte des Windes und im Herzen.

geisterauto

Ich mag in diesen Momenten nicht zu den glücklichsten Menschen gehören, aber Stress und seelische Lasten schlagen bei mir gern (im positiven Sinn) auf die Kreativität und so mache ich das Beste aus meiner derzeitigen Gemütslage. Ich hoffe es gefällt mehr als nur mir. Wenn nicht, auch egal, ich genieße es diese Aufnahmen zu machen und neue Möglichkeiten zu erforschen.

Gleichzeitig tut es der Seele gut allein zu sein und draußen. Nicht eingeengt in den Wänden der Behausung die auch gleich den Gedanken ein Gefängnis sind: sie drehen sich immer in den selben Bahnen. Also ausbrechen, die Einsamkeit erleben. Draußen wo ich wirklich allein bin da kann ich mich mit mir auseinandersetzen und fühle mich dem Gewachsen. Zu Hause, in den alten 4 Wänden da ist die Einsamkeit viel schrecklicher und heimtückischer. Sie ist zwar weniger real da durchaus Kontakt mit Leuten besteht, aber zugleich auch viel präsenter und drückender.

So verbünden sich gedanklicher und kreativer Ausbruch und treiben mich hinaus. Eine art Reisebericht läßt sich hier einsehen: noinfo.de/nacht

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Samstag, 24. Mai 2008

Ich und die Autopannen

Wenn man Terry Pratchett kennt, so weiß man wahrscheinlich um seine anthropomorphen Wesen die bestimmte Ereignisse represäntieren. Seien es Tod, der nur in Grossbuchstaben spricht oder Gallig, der Gott des Katers, der für jeden der morgens nach einer Sauftour ohne Kater aufwacht die Symptome übernimmt (unfreiwillig, versteht sich). Nun ich denke so langsam aber sicher dürfte ich mich mal umsehen ob ich nicht irgendwo eine Verkörperung der gemeinen Autopanne entdecke. Sie dürfte sich in meiner Nähe aufhalten, häufiger als mir lieb sein kann.

Es begann eines schönen Freitags, meine Freundin hat Geburtstag und wir wollen zu ihrer Familie in die Schweiz. Ich gehe davon aus, das ich den Golf IV meiner Eltern dafür nehmen kann (und sie solange meinen Citroen ZX nehmen), da der Golf schon eine Autobahnvignette für die Schweiz hat. Am Frühstückstisch, während meine Freundin Geschenke auspackt erfahre ich aber das eben jener Golf heute morgen kaputt gegangen ist. Hmm ist da grad eine hämisch grinsende Gestalt vorbeigerannt? Muß ich mir eingebildet haben! Aber mein Vater schenkt meiner Freundin zum Geburtstag das wir den großen Wagen nehmen dürfen. Der ist mit seinem Turbomotor nicht nur schnell, sondern dank LPG-Gas Antrieb auch sehr günstig. Tolle Idee! Wir freuen uns gemeinsam auf die Fahrt in dem schönen Auto. Das Wetter ist toll, die Strecke frei, der Sprit billig und wir rauschen in die Abendstimmung. Herrlich, so macht das Spaß. Der Wagen läuft wie gewohnt Problemlos und unglaublich ruhig. Wir genießen die Fahrt.

Aber irgendwann, nach Einbruch der Dunkelheit bemerke ich beim überholen das wir eine Rauchwolke beim Schalten hinterlassen. Ungut, irgendwie. Ich fahr mal besser langsamer - scheint sich der Wagen auch gedacht zu haben, denn er gibt nicht mehr richtig gas. Also auf den passenderweise nur noch 800 Meter entfernten Rastplatz gefahren, den letzten Parkplatz zwischen den LKW gefunden und den ADAC angerufen. Der Motor startet natürlich inzwischen gar nicht mehr. Der nette Mann von der Strassenwacht hilft uns den Wagen dann (nach einigem Suchen haben wir auch den anschraubbaren Abschlepphaken im Kofferraum des Wagens finden können) auf den Transporter zu bewegen. Es wird wohl einen Sammeltransport gen 370km entfernte Heimat geben. Und wir? Irgendwo im Hintergrund lacht bestimmt die Autopanne über uns...
Wir wollen ja eigentlich immernoch weiter es steht noch ein Familienfest aus und unsere Teilnahme wird erwartet. Unser guter Mann vom Straßendienst empfiehlt uns ein Hotel zu nehmen und das Geld vom ADAC (Plus Mitgliedschaft sei dank) zrückzufordern. Der ADAC will aber nur Mietwagen *oder* Hotel bezahlen. Da die nette Frau vom ADAC aber meint sie besorgt uns um 00.30 Uhr in Bühl noch einen Mietwagen sagen wir zu. In der Praxis bedeutet das, das wir aufgrund von glühenden Telefondrähten, vielen Telefonaten und "Kostenübernahmefaxen" seitens des ADAC an die Autovermietungen, noch einen guten Batzen Zeit im Autohaus verbringen dürfen. Der herzensgute Mann vom Autohaus ist so nett bei uns zu bleiben und nicht aufgrund seines Feierabends uns vor die Tür zu setzen. Das vorbestellte Hotel ist natürlich inzwischen wegen dem Feierabend des Nachtportiers auch nicht mehr zu haben. Dafür ist um ca. 2 Uhr der ADAC zum schluss gekommen das sie keinen Mietwagen mehr bekommen heute und sie zusätzlich zum Mietwagen uns auch eine Übernachtung erstattet wird.
Also los, ab ins Hotel. Nur welches? Glücklicherweise findet unser lieber Herr noch ein Hotel das uns aufnimmt - nach einem berechtigten Hinweis an den ADAC das wir das auch schon 1,5 Stunden früher hätten haben können. Er fährt uns dann noch zum Hotel und wir finden den Schlüssel - ohne Kontakt zum Personal - auf dem Tisch im Eingangsbereich. Verabschieden unseres Retters und dann finden wir nach 2 verwinkelten Gängen das Hotelzimmer und dürfen endlich mal schlafen.
Am nächsten Tag sollen wir zwischen 8 und 12 Uhr den ADAC anrufen wegen nem Mietwagen. Nach den Erfahrungen von der Nacht nehmen wir also lieber die Chance wahr und schmeissen uns selbst um 8 aus dem Schlaf und telefonieren mit dem ADAC. Diesmal klappts: Sixt im 15km entfernten Baden-Oos einen Mietwagen - vollübernommen vom ADAC. Also noch ein (vom ADAC bezahltes) Taxi bestellen lassen vom Hotel und ab gehts.
Bei der Autovermietung läuft alles gut, reingehen, Namen nennen, Führerschein vorzeigen und Wagen aussuchen.


Wir in unserer Angeberkarre ;-)

"Wir haben einen Mercedes A-Klasse oder ein Ford Focus Cabrio."
...was für eine Frage. Mal ganz abgesehen davon das mich eine A-Klasse noch nie Interessiert hat... Ein Cabrio? Für 7 Tage und ich muß nur Sprit bezahlen?? Jaaaa! Das ist wohl der Ausgleich für den abenteuerlichen Geburtstag von Myrtha. Wir genießen also jetzt ein paar Tage das Fahrgefühl im Cabrio.

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Dienstag, 16. Oktober 2007

Zürich/Zurück


So da bin ich wieder! Zurück in Göttingen, nach einem sehr schönen und spannenden halben Jahr in der Schweiz. Es ist als wäre ich Jahrelang weg gewesen.
Ich habe erst einen Termin, danach gehe ich in die Mensa. Es ist 12 Uhr - die Erstsemester überfluten den Campus und die Mensa wie es eben nur in den ersten Semesterwochen möglich ist. Alles ist voll mit Leuten. Trotzdem lässt sich ein Grüppchen Unicantler antreffen und ein nettes gemeinsames Mittagessen + anschließendem Kaffee geniessen. Hach es ist doch alles beim alten.
Dann gehe ich in die Innenstadt, ein paar besorgungen machen. Ah sowas, Baguettkov ist weg, da ist jetzt ein... Brot & Brötchen? Kenn ich nicht. Egal, passiert. Also weiter. Ab ins Carré. Na sowas, da ist dieses pseudo-italienische Restaurant einem Asiaten gewichen. Naja kann nur besser werden. Und der Saturn hat umgeräumt. Interessant. Oh und das Kaffee hier ist auch neu. Also weiter gen Innenstadt. Hä? New Yorker? Letztes mal war das noch ne Sparkasse! Nach diesem Kulturschock - ich komm mir hier fremd vor - wie lange war ich eigentlich weg? Geh ich erstmal halbwegs Blind weiter durch die Stadt, hake meine ToDo-Liste ab - nehme periphär wahr, das der ehemalige New Yorker umgebaut wird (logisch, bei dem neuen Palast weiter vorne brauchen sie die alte Filiale nicht mehr).
Dann schnell zurück in die Uni - ins ZHG (Zentrales Hörsaal Gebäude) hier sitze ich nun und Blogge. Über das gute, alte GoeMobile Funknetzwerk der Uni im Internet. Das gute, alte ? Nein, ich bin jetzt über "goemobile_neu" verbunden!

Unglaublich. Da ändert sich praktisch Jahrelang nur wenig in Göttingen, und dann ist man mal 6 Monate nicht anwesend und da schlagen gleich alle zu erneuern/verändern/pleitiern/filialieren und gründen neu. Seltsames Gefühl. Mal sehen wie es sein wird heute abend wieder beim Chor zu sein, wer noch da ist, wer neu ist, wen man kennt und wen nicht.

Im moment überrumpelt mich das grad alles ein wenig. Aber das wird schon, denke ich.

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Kurzer Rückblick auf das Praktikum...


Nun ist sie um, die schöne und spannende Praktikumszeit in der Schweiz. Ein halbes Jahr lang habe ich einen Einblick in das Leben und Arbeiten in einem spannenden, jungen Internetstartup gehabt und viel gelernt. Das Projekt Wuala ist spannend und erregt langsam immer mehr aufsehen. Es ist toll mitanzusehen in welche Richtung sich das Entwickelt und zu sehen wie bekannte IT- und Blogger- Grössen etwas erforschen das man selbst mit erstellt hat - wenn man auf Screenshots in deren Blogs genau sieht: Hey genau das hab *ich* gemacht.
Prominente Wuala-Tester: Om Malik, TechCrunch UK, blognation USA
...um nur ein Paar zu nennen.

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Donnerstag, 22. März 2007

Grundeinstellung

Alles muss geregelt sein. Alles wohl geplant, berechnet und abschätzbar. Eine Reise von mehr als 60 Kilometern will wohl überlegt sein. Ein Umzug lange im voraus überlegt und organisiert. Man will schliesslich sicher sein das alles so läuft wie man es gerne hätte, oder zumindest möchte man sich auf das was kommt einstellen können. Wenn man das nicht macht, dann ist doch immer diese Unsicherheit da. Wird das auch so klappen wie man sich das wünscht? Lieber nochmal alles durchchecken!

Das war früher. Neuerdings lasse ich diese Gedankenwelt hinter mir. Die Zweifel ob alles klappen wird, sind einer felsenfesten Überzeugung gewichen. Es wird alles klappen, so wie ich mir das Vorstelle. Gar kein Zweifel. Erstaunlicherweise funktioniert das. Ich habe keine Zweifel gehabt das ich einen Praktikumsplatz in der Schweiz finden werde. Ich habe keine Zweifel gehabt das ich meine Matheprüfung endlich bestehe. Ich habe nicht gezweifelt das das Praktikum angerechnet werden kann. Ich war mir sicher das sich eine für alle Beteiligten gute Lösung finden wird für meine Wohngemeinschaft.
Das hat geklappt. Ich sitze gerade im Zug und fahre von Basel nach Göttingen. Letzte Woche habe ich meine Matheprüfung bestanden und alle Formalien wegen der Anrechnung meines Praktikums mit der Uni geklärt. Am 02.04.07 beginne ich mein Praktikum in Zürich. Jetzt bin ich auf dem Weg nach Göttingen um meine Wohnung auszuräumen und mein Zeug zu meinen Eltern zu schaffen. In mein Zimmer zieht die Freundin meines Mitbewohners - die Beiden ziehen endlich zusammen, und wir können einen fliegenden Wechsel machen. Ich muss also nichts extra zahlen an Miete. Bleibt noch der eigentliche Umzug und in Zürich oder Basel eine Wohnung zu finden für die nächsten 6 Monate. Übergangsweise kann ich aber in Wallisellen (praktisch ein Vorort von Zürich) bei dem großen Bruder meiner Freundin unterkommen.
Es ist also alles in bester Ordnung, und das obwohl das alles nicht annähernd so lang und detailliert vorausgeplant war, wie meine sonstigen Unternehmungen. Geht wunderbar. Lebt sich stressfreier. Stress macht der Kopf, wenn man sich nicht Stressen lässt dann lebt es sich viel entspannter.

Ich freue mich also nun die letzten organisatorischen Hürden in Göttingen (Umzug etc.) in Angriff zu nehmen um mich dann voll und ganz in das Praktikum zu stürzen. Ich freue mich schon sehr auf das Praktikum - und natürlich will ich nicht verheimlichen das es toll ist, meiner Freundin näher zu sein als 600 Kilometer.

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Montag, 19. Februar 2007

Ein Mac???


Nach langer Zeit der virtuellen Stille, mal wieder ein paar Worte von mir! In der Zwischenzeit habe ich nicht nur eine Zusage für eine richtig tolle Praktikumsstelle in der Schweiz - es hat sich auch mein gutes altes Notebook verabschiedet. Daher schreibe ich nun von meinem Nagelneuen MacBook Pro. Bislang hab ich viel Freude an dem neuen System und der Mac-Welt. Einiges ist ungewohnt, vieles ist anders aber insgesamt gefällt es mir auf meinem Mac ganz gut.
Sehr schön war die Reaktion eines guten Freundes. Ich erzähle ihm am Telefon nebenbei von dem neuen MacBook Pro, und er dreht sich um und ruft freudig seinen Kollegen zu "Wir haben einen Überläufer! Fabian hat sich einen Mac gekauft!". Das war zumindest schonmal eine nette begrüßung, ich bin gespannt was ich noch so erlebe in dieser neuen Welt!

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Mittwoch, 20. Dezember 2006

shock of recognition

Erstmal vielen dank, für die vielen positiven Kommentare zu diesem Eintrag. Ich habe mich sehr gefreut. Die zusammen mit den Reaktionen die ich im ICQ oder ähnlichem bekomme sind schon mal eine sehr angenehme und neue Erfahrung für mich. Darüber hinaus habe ich aber ein neues Hobby. Leute 'schocken'. Es ist einfach herrlich wenn ich Leute treffe die ich kenne, die mein neues Äußeres noch nicht kennen. Die erst verwirrten Blicke wenn sie mich ansehen. Nochmal hinsehen. Kenn ich den? Nochmal gucken. Und dann mein Lieblingsmoment: *pling* Ach das ist Fabian! *schockmoment* Das ist Fabian???
Das macht echt spaß. Und das beste es geht mir in letzter Zeit häufig so. Der Durchschnitt scheinen übrigens tatsächlich 3 Blicke zu sein, bevor ich erkannt werde. Ich denke aber das ich meine Studien fortsetzen werde.
Zum Beispiel Weihnachten, wenn die Familie zu besuch kommt. Das könnte lustig werden. Ausserdem lernen sie dann auch alle mal Myrtha kennen. Ich freue mich schon sehr darauf.

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